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Außenhaltung von Kaninchen im Winter

Gesunde Kaninchen können eine Außentemperatur bis -20°C aushalten. Allerdings müssen hier einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Am wichtigsten ist, dass das Tier sich langsam an die Kälte gewöhnen konnte, das heißt schon Wochen vorher draußen gehalten wurde um ein ausreichend dichtes Winterfell auszubilden. Niemals sollte man ein Kaninchen, dass überwiegend drinnen gehalten wurde im Winter plötzlich nach draußen setzen. Ein geeigneter Zeitraum die Tiere an ein Leben außen zu gewöhnen ist im Frühling, wenn es nachts auch nicht mehr zu Frost kommen kann.

Kaninchen sollten sowieso nie alleine gehalten werden, doch vor allem im Winter ist es wichtig, dass man mindestens zwei Tiere gemeinsam hält, dass diese sich gegenseitig wärmen können.

Bei Minustemperaturen ist es besonders wichtig, dass die Tiere genug Bewegung haben. Es sollte also auf jeden Fall ein Freilauf vorhanden sein, in dem sich die Tiere ausreichend austoben können.

Die Unterkunft sollte so beschaffen sein, dass sie vor Zugluft und Feuchtigkeit geschützt ist und man sollte darauf achten, saugfähige Einstreu zu verwenden, damit die Tiere nicht im Nassen sitzen. Auch eine dicke Schicht Heu oder Stroh wird von den Tieren sehr gern angenommen, da dieses auch zusätzlich noch wärmend wirkt. Gitter sollte man zusätzlich schützen. Geeignet sind hier Wolldecken, Handtücher, Plexiglas, oder Holz. Auf eine Isolierung des Käfigs mit Styropor sollte verzichtet werden, da hier keine ausreichende Luftzirkulation vorhanden ist und es schnell zu Schimmelbildung im Stall kommen kann.

Wichtig ist auch, die Wasserstellen regelmäßig zu kontrollieren. Diese frieren bei Minustemperaturen schnell ein. Es kann helfen, einen Tischtennisball in einen Wassernapf zu geben, um durch die stetige Bewegung das Einfrieren des Wassers zu verzögern.

Frischfuttermengen sollten so bemessen sein, dass die Kaninchen das Futter sofort auffressen. Lieber mehrmals am Tag füttern. Überhaupt sollte man im Winter mehr trockene Futterkomponenten anbieten. Heu, Trockenkräuter oder Saaten sind hier gut geeignet.

Um das Einfrieren von Wasser und Futter zu vermeiden, kann man auch an einer Stelle des Geheges eine Rotlichtlampe installieren. Hier ist es wichtig, dass so viel Platz ist, dass die Kaninchen sich selber aussuchen können, ob sie unter der Lampe oder daneben sitzen möchten. Auch ein ausreichender Abstand der Lampe vom Boden muss eingehalten werden, da es sonst schnell zu heiß werden kann. Auf keinen Fall sollte eine Rotlichtlampe in einen kleinen Käfig gehangen werden, da hier die Wärmeentwicklung zu hoch wird!

ACHTUNG! Bitte verwenden Sie im Winter keine Nippeltränken. Hier können bei großer Kälte die Zungen der Kaninchen am Metall festfrieren.

Was tun wenn das Kaninchen wegen Krankheit für kurze Zeit ins Warme muss?

Bitte bringen Sie Ihr Kaninchen auf keinen Fall in geheizten Wohnräumen unter. Der Temperaturunterschied von bis zu 50 °C schadet dem Tier erheblich. Am besten ist es, dass Kaninchen in einem ungeheizten Raum im Haus unterzubringen (Garage, Keller, Waschküche). Von hier kann man es danach auch wieder bedenkenlos nach draußen setzen.

Wenn das Tier keine ansteckende Krankheit hat, ist es immer besser auch das Partnertier bei ihm zu belassen. Trennung ist für die Tiere sonst zusätzlicher Stress.

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