Seite wählen

Geräuschangst beim Hund

Viele Hunde reagieren empfindlich auf Knall oder Knackgeräusche. Häufig wird uns das im Alltag gar nicht so bewusst. Der Hund schaut bei einem Geräusch erschrocken auf oder zuckt zusammen, es ist so schnell vorüber wie es gekommen ist und wir messen dem keine weitere Bedeutung zu.

Vor allem bei jungen Hunden und Hunden aus dem Tierschutz, die noch nicht lange an unserer Seite sind, kann uns dies zum Jahresende zum Verhängnis werden. Es ist also wichtig, dass wir eine Belastung durch Geräusche frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren.

Wie zeigt uns unser Hund, dass er in einer bestimmten Situation Angst hat?

Hunde sprechen zu uns durch Ihren Körper. Bei Angst und Stress machen Hunde sich klein, die großen Gelenke wie Knie und Ellenbogen sind mehr oder weniger stark gebeugt, der Rücken ist hochgezogen und bogenförmig. Die Rute wird tief getragen oder sogar unter den Bauch gezogen. Im Kopfbereich sind die Ohren nach hinten gelegt und die Stirnhaut wird nach hinten gezogen. Die Augen sind aufgerissen und die Lefzen sind ebenfalls nach hinten gezogen.

Um eine Geräuschängstlichkeit vollständig zu beheben oder zumindest nachhaltig zu Verbessern, sollte der Hund möglichst frühzeitig von einem tierärztlichen Verhaltenstherapeuten betreut werden. Steht nun ein Geräuschereignis, wie z.B. Silvester kurz bevor und die Zeit reicht nicht mehr, um ein Training umzusetzen, ist es von allergrößter Bedeutung den Hund von den Geräuschen so gut wie möglich abzuschotten.

Schließen Sie alle Fenster und Türen, ziehen Sie die Vorhänge zu oder Lassen Sie die Rollläden herunter. Schaffen sie eine Atmosphäre, in der sich der Hund besonders wohlfühlt. Bieten Sie Ihrem Tier seinen bevorzugten Kauartikel an, denn Kauen wirkt auf Hunde entspannend.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über angstlösende Medikamente. Hier stehen eine Reihe pflanzlicher Präparate zur Verfügung. Die Gabe sollte idealerweise vier bis sechs Wochen vor dem bevorstehenden Geräuschereignis begonnen werden.

Sollte es notwendig sein kann der Tierarzt auch stärkere Medikamente verschreiben.

Bitte lassen Sie einen geräuschängstlichen Hund in einer Geräuschsituation niemals allein!

Autorin: Andrea Stepan – Tierärztin für Verhaltenstherapie

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Petbuddy App

Mit der kostenlosen Petbuddy App hast du ab sofort die Gesundheit deines Lieblings immer im Blick und bist für den Ernstfall gerüstet.

Jetzt Gratis Downloaden!

Hol' dir die Petbuddy App auf dein Smartphone

Mit der kostenlosen Petbuddy App hast du ab sofort die Gesundheit deines Lieblings immer im Blick und bist für den Ernstfall gerüstet.

(138)

1.000+ aktive Installationen