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Die braune Hundezecke

Die Uni Hohenheim forscht momentan zum Thema „Braune Hundezecke“ und benötigt Deine Unterstützung! Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist eine lauernde und jagende Zecke, die im Mittelmeerraum Europas angesiedelt ist. Der bevorzugte Wirt für jedes Entwicklungsstadium ist der Hund.

Diese Zecke kann in vielen klimatischen Bedingungen überleben. Die ursprünglich aus Afrika stammende Zecke kann hohe Temperaturen und Trockenheit überstehen. Damit ist sie perfekt an Innenräume angepasst. Durch Urlauber im Mittelmeerraum, die ihre Hunde mitnehmen, oder eingeführte Hunde wird diese Zeckenart nach Deutschland gebracht.

Sie kann in Wohnungen überleben und sich dort auch für lange Zeit halten und vermehren. Üblicherweise ist sie an den Orten anzutreffen, an denen die Hunde die Nächte oder lange Ruhezeiten verbringen. Dabei ist wichtig: nicht jede Zecke an Ihrem Hund ist automatisch eine Hundezecke. Wenn Sie mit Ihrem Hund in Deutschland spazieren waren und anschließend eine vollgesogene Zecke in Ihrer Wohnung finden, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine einheimische Zeckenart.

Wenn Sie gehäuft viele Zecken in der Wohnung finden, die an den Wänden krabbeln oder im Hundebett liegen, handelt es sich wahrscheinlich um die braune Hundezecke.

Nach einer Blutmahlzeit verlassen braune Hundezecken ihren Wirt und ziehen sich in Spalten und Ritzen zurück, wo sie vor Umwelteinflüssen geschützt sind. Dort häuten sie sich oder legen ihre 1500 – 4000 Eier ab. Das geschieht durch ihre hohe Trocken/Hitze- Toleranz auch in Wohnräumen. Eier werden so auch in unmittelbarer Nähe zum Wirt, wie unter Kopfkissen oder Matratzen gefunden. Auch hinter Fußleisten, hinter Tapeten oder in Natursteinwänden in Ihrer Wohnung können sich die Zecken verstecken.

Auch ohne eine Blutmahlzeit überleben adulte Zecken bis zu ein Jahr und bei guten Bedingungen können vier Generationen innerhalb eines Jahres entstehen.

Obwohl die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) die Kälte draußen wahrscheinlich nicht überlebt, ist sie dennoch ein Risikofaktor. Da die Zecke sehr bewegungsaktiv ist, besiedeln sie schnell angrenzende Räume, oder die nahe Umgebung. Das kann schnell zu einem Massenbefall ausarten. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit dem gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), da dieser ebenfalls keine auffällige Zeichnung auf dem Rückenschild besitzt.

Die Universität Hohenheim untersucht diese Fälle der braunen Hundezecke in Deutschland. Falls ungewöhnlich viele Zecken in der Wohnung auftauchen, oder nach einem Urlaub im Süden Zecken an Ihrem Hund zu finden sind, schicken Sie ein paar Exemplare an die Universität.

1.Geben Sie die Zecke in ein kleines, luftdichtes Gefäß (z.B. ein Kunststoff-Cremetiegel, ein sehr kleines Einmachglas o.ä.).

2. Achten Sie bitte UNBEDINGT darauf, dass die Zecke keinen Kontakt zu Tesafilm oder anderen Klebern hat, oder durch den Postweg zerquetscht wird. Dadurch wird die Handhabung und Bestimmung erschwert.

3. Wenn Sie die Zecke sicher verpackt haben, geben Sie sie am besten in eine Luftpolstertasche, oder einen kleinen Karton.

4. Fügen Sie folgende Daten bei: Fundort, Urlaubsort, Funddatum, Ihre Anschrift, Ihre Kontaktdaten und die Hunderasse. 5. Bitte schicken Sie die Zecke an: Universität Hohenheim Fachgebiet für Parasitologie 220B Katrin Fachet Emil-Wolff-Straße 34 70599 Stuttgart Vermerk: Hundezecken

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